Kulturnacht in Osnabrück
(entnommen einer Mitteilung der Stadt Osnabrück, wie immer alle Angaben ohne Gewähr)

Anlässlich des bundesweiten "Jahres des Tourismus" präsentiert sich im März die Stadt Osnabrück mit dem Thema "Geschichte in Deutschland".
An den Wochenenden des Monats wird in der Friedenskulturstadt Geschichte lebendig - vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Den Auftakt macht am 10. März die Kulturnacht. Alle innerstädtischen kulturellen Einrichtungen haben in dieser Nacht geöffnet.
Ein Höhepunkt der Kulturnacht ist die Uraufführung der "Stadtsinfonie" von Willem Schulz. Die halbstündige musikalische Präsentation, die die kulturelle Vielfalt der Stadt musikalisch und illuminierend widerspiegelt, findet jeweils um 19.30 Uhr, 21 Uhr und 22.30 Uhr auf dem Marktplatz und in den angrenzenden historischen Gebäuden statt. Bei dem Musikereignis werden auf dem Markt Stahlkolosse bearbeitet, während ein Streichquartett hinter der Glasfassade der Stadtbibliothek musiziert. Orgelmusik aus der Marienkirche und Glocken- und Trompetenklänge werden zeitgleich vom Turm der Kirche zu hören sein. Darüber hinaus entsteht in zwölf Fenstern des Rathauses ein überdimensionales Figurentheater, denn Musikerinnen und Musiker werden jeweils aus einem der Fenster ein unterschiedliches Instrument spielen.

Bereits zuvor wird beim "Offenen Rathaus" von 11 Uhr bis 18 Uhr zu einem Rundgang durch die historischen Räume eingeladen. Danach gehört den Kindern von 18 Uhr bis 24 Uhr das Rathaus. In der "Kinderkulturnacht" der städtischen Musik- und Kunstschule werden Geschichten und Aktionen rund um das Rathaus für Kinder ab sechs Jahren angeboten. Der Eintritt zu den Veranstaltungen auf dem Markt und im Rathaus ist frei.

Im Felix-Nussbaum-Haus und im Kulturgeschichtlichen Museum kann die Ausstellung "Verfemt, vergessen, wiederentdeckt" bis 24 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei. An diesem Abend wird der neue Film über Felix Nussbaum um 19 Uhr, 21 Uhr und 23 Uhr im Vortragssaal des Felix-Nussbaum-Hauses gezeigt. Die Aktion "Wunschbild" gibt den Besuchern die Möglichkeit, sich Bilder von Felix Nussbaum erklären zu lassen. Außerdem finden öffentliche Führungen durch die Ausstellung "Verfemt, vergessen, wiederentdeckt" statt.

Von 19 Uhr bis 20.30 Uhr hält Peter Junk in einer Soiree einen Vortrag zu Leben und Werk von Marcel Frischmann unter dem Titel "Simplizissimus im Exil". Der Vortrag wird umrahmt von Klaviermusik, gespielt vom Klavierduo Ljuba Dimowa und Peter Florian. Der Eintritt hierzu beträgt acht Mark. Kinder können währenddessen an einem Führungs- und Mitmachprogramm des Museumspädagogischen Dienstes teilnehmen. Im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum ist bis 24 Uhr die Ausstellung "Ich hab‘ den Krieg gezeichnet" zu sehen. Die Schau mit Kinderzeichnungen aus der Sammlung von Francoise und Alfred Brauner ist die Auftaktveranstaltung des Regionalprogramms zur internationalen Konferenz "Exit – Wege aus der Gewalt für Kinder und Jugendliche". Bereits um 16 Uhr wird ein Remarque-Rundgang angeboten. Treffpunkt ist das Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum.

Anschließend präsentieren Günter Gall und Ingo Schneider im Hotel Remarque ihr Musikprogramm "Remarque & Zeitgenossen". Der Eintritt hierzu beträgt für Erwachsene sieben Mark, für Kinder vier Mark.

Mit dem Nachtwächter zu den Wehranlagen geht es jeweils um 19 Uhr, 21 Uhr und 23 Uhr. Treffpunkt ist der Bucksturm. Der Rundgang kostet für Erwachsene sieben Mark, für Kinder vier Mark. Auch die Kunsthalle Dominikanerkirche ist eintrittsfrei bis 24 Uhr geöffnet. Hier können die Ausstellungen mit Arbeiten von Walter Libuda in der gotischen Hallenkirche, von Tamer Serbay im Innenhof sowie das Austauschprojekt "2x2 Intersections" der deutsch-amerikanischen Künstlerpaare Sabra Moore, Holly Roberts, Hendrik Spiess und Helle Jetzig im Foyer besucht werden. In der Stadtgalerie wird neben der Ausstellung von Rudolf Kaiser auch Musik des Axel Goldbeck Duos von 20 Uhr bis 22 Uhr präsentiert. Die Vernissage mit Arbeiten von Hans Peter Adamski beginnt in der Galerie im Dreikronenhaus um 19 Uhr. Auch die Ausstellung "Die Sache Novalis" mit Holzschnitten von Wilfried Wolf in der Stadtbibliothek kann von 18 Uhr bis 24 Uhr angeschaut werden. In der Parkgarage Stadthaus wird die Inline-Saison mit einem Inline-Event von 15 Uhr bis 19 Uhr eröffnet. Hier findet auch ab 22 Uhr "Recycle III", eine Party mit DJs und Veejays statt. Der Eintritt beträgt 15 Mark.

Im Stadttheater wird ab 19.30 Uhr das Stück "Hotel zu den zwei Welten" und zeitgleich im emma-theater "Der zerbrochne Krug" zu den regulären Eintrittspreisen aufgeführt.

Kostenlos ist hingegen der Besuch des Nachtfoyers im Stadttheater. Hier wird die szenische Lesung "Wallace Shawn: Das Fieber" mit Axel Siefer dargeboten. Und ab 24 Uhr wird im Stadttheater "Die lange Tommy-Nacht", ein Special zur Rockoper "The Who’s Tommy", präsentiert. Der Eintritt hierzu beträgt zehn Mark. Das Grimmsche Märchen "Schneewittchen" steht ab 16 Uhr im Figurentheater, Alte Fuhrhalterei, auf dem Programm. Der Eintrittspreis ist sieben Mark. Im Haus der Jugend wird das Figurentheater "Krise mit Luise" ab 20 Uhr aufgeführt. Der Eintritt beträgt 18 Mark.

Jazz, Rock und Pop nonstop präsentiert die städtische Musik- und Kunstschule von 20 Uhr bis 24 Uhr in den Räumen des Hauses der Jugend an der Bocksmauer. Im ersten unordentlichen Zimmertheater wird ab 21 Uhr für zehn Mark "Open Stage" angeboten. Politisches Kabarett mit dem "3 Gestirn Köln Eins" kann im Saal der Lagerhalle ab 20 Uhr besucht werden. Der Eintritt beträgt 33 Mark. 20 Mark Eintritt kostet die Late-Night-Show "Der Kontrabass" mit Helmut Thiele, die im Café Spitzboden der Lagerhalle um 22 Uhr stattfindet. Von 22 Uhr bis 24 Uhr wird außerdem im Ledenhof ein Werkstattkonzert mit Osnabrücker Komponisten aufgeführt. Der Eintritt ist frei. Als verbindendes Element werden zwischen den Standorten der Kulturinstitutionen Straßenkultur-Aktionen von 19 Uhr bis 24 Uhr präsentiert.

Das Wochenende vom 16. bis zum 18. März steht unter dem Titel "Zwischen Bischofsstuhl und Bürgerstolz" im Zeichen der Osnabrücker Kirchengeschichte. Die Kirchen präsentieren sich und ihre Geschichte mit Kirchenführungen, Gottesdiensten, Ausstellungen und Konzerten. Zu einem besonderen Erlebnis wird der "Nächtliche Chorspaziergang" am 16. März, der von der Johanniskirche über den Dom und die Marienkirche in die Katharinenkirche führt.

Am darauffolgenden Wochenende (23. bis 25. März) verbinden sich Historie und Gegenwart. Auf dem Osnabrücker Piesberg befindet sich in den Gebäuden der 1898 stillgelegten Zeche das Museum Industriekultur. Besucher können sich an diesem Wochenende Industriekultur in Aktion anschauen und Geschichte "erfahren". Mit einer historischen Eisenbahn geht es nach einer Führung im Museum zum Stahlwerk in Georgsmarienhütte oder zur Osnabrücker Papierfabrik Schoeller. Weitere Informationen sind in der Tourist-Information, Tel. 0541/323-2202 erhältlich. Sie wird ebenfalls in der Kulturnacht am 10. März bis 24 Uhr geöffnet sein.